Göttliche Freundin: Die Quitte

Der Anbau aller Apfelarten stand unter dem Schutz von Demeter und Dionysos, aber auch Zeus, Apollo und Aphrodite wurden mit dem Äpfeln in Verbindung gesetzt. Man nimmt an, dass es sich bei den, im Zusammenhang mit Zeus, Apollo und Aphrodite, genannten Früchten um die Quitte handelt, die schon in der Antike in Griechenland angebaut wurde.

Es ist bekannt, dass man einer jeden Braut vorschrieb, dass Sie vor dem betreten des Braugemacht eine Quitte ess sollte – um den Schutz der Aphrodite zu erbitten.

Eine alte, fast vergessene Frucht
Eine alte, fast vergessene Frucht

Die in Griechenland als Hesperidenäpfel bekannten Zitronen wurden erst nach Alexander dem Großen bekannt und Orangen wurden in dieser Zeit auf der griechischen Halbinsel wahrscheinlich nicht angebaut. Also waren es vielleicht doch Quitten?

Das Geschenk Gaias zur Vermählung von Hera und Zeus waren „goldenen Äpfel“ – eben diese Hesperidenäpfel, bei dennen es sich wahrscheinlich auch um Quitten handelte.

Was ist denn das? Apfel oder Birne?

Diese Frage stellen sich immer wieder die Besucher, die die Quitte am Gartenrand sehen. Den ganzen Sommer dagegen ist dieser Baum (Der mehr Strauch als Baum ist) keinem aufgefallen. Die Früchte waren klein und mickrig und ziemlich behaart.

Es ist von Vorteil, dass die Quitte recht unbekannt – vielleicht auch unbeliebt ist, weil man sie um Grunde nur gekocht verzehren kann. Auf jeden Fall werden wenige von den Quitten gestohlen. Die Ernte in diesem Jahr wäre gigantisch gewesen…

… wenn nicht der enorm hohe Befall durch Insekten 70% der Ernte vernichtet hätten. Das Problem war, dass das Unterholz nicht entfernt wurde. In der Regel sind die Sommer so heiss und trocken, dass man mit wenig Befall rechnen muss. Dieses Jahr war aber alles anders.

Quitte bedeutet Arbeit!

Wir haben alle Fruchte sofort nach der Ernte eingemacht und keine Früchte verwahrt, was daran lag, dass es nicht eine Frucht ohne Insektenbefall gab. Quitten kann man leider nur dann lagern, wenn die Frucht in einem einwandfreien Zustand ist.

Vielleicht war der Befall dieses Jahr auch so hoch, weil die Weinbauern dieses Jahr wieder einmal Toxine gesprüht haben und so die kleinen Insekten sich in die toxinfreie Enklave des „Carmenischen Garten“ zurückgezogen haben… Nun sie waren – wie kann es anders sein – alle willkommen.

Trotzdem irgendwie Schade, denn wenn eine Quitte unversehrt ist, dann kann man sie im Wohnraum bis Ende Dezember lagern. Auf Tellern in Stube und Küche dekorativ verteilt, dankt es die Quitte einem mit anhaltendem herrlichem Duft.

Dieses Jahr verzichten wir darauf… aber wir freuen uns auf die Quittenmarmelade.

Heilkraeuter.de schreibt:Die Quitte ist ausserdem eine Frucht mit grosser Heilkraft. Sie stärkt die Verdauung, hilft gegen Erkältungen und lindert Entzündungen der Haut. Vor allem die Samen der Quitte werden in der Volksheilkunde eingesetzt.

Die nächste Ernte steht im November an: Der Kakibaum von Carmen muss geerntet werden!

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