Die schützende Haselnuss

Der Haselbaum hat in der geschichtlichen Mystik eine mannigfaltige Bedeutung. Dieser stolze Baum gilt als Abwehrmittel gegen (böse) Hexen und böse Geister, soll aber auch auch vor Blitzen und Schlangen schützen.

Für die Anfertigung von Zauberstäben und Wünschelruten wurde die Haselnuss immer wieder bevorzugt. Gerichts- und Kampfplätze wurden mit den Ruten der Haselnuss, die auch als Richterstäbe dienten, abgesteckt. Ein besonderer Brauch war das Schneiden von Wünschelruten, mit denen man auch Schätze finden konnte. Diese wurden am Johannistag oder an Dreikönig geschnitten. Folgender Spruch wurde dabei aufgesagt:

Ich schneide dich, liebe Ruthen,
Das du mir musst sagen,
Um was ich dich tu fragen.
Und dich so lang nit rühren,
Bis du die Wahrheit tuest spüren.

Freche Kinder und die Haselnuss

Faule Schüler oder freche Kinderbekamen die Haselrute zu spüren
Faule Schüler oder freche Kinder
bekamen die Haselrute zu spüren
Auch faule Schüler oder freche Kinder bekamen die Haselrute zu spüren, die wegen ihrer guten Biegsamkeit gerne zur Bestrafung von Missetätern eingesetzt wurde.

Die Haselnuss ist auch ein Fruchtbarkeitssymbol, sie wurde auch deshalb oft in der Nähe des Hauses gepflanzt, damit sich ihre Kräfte übertragen sollte.

Daher rührt wohl auch der Aberglaube, dass auf einen Herbst mit vielen Hasselnüssen viele uneheliche Geburten folgen werden. Ein weiterer Aberglaube besagt, springen die Haselnüsse im Feuer hoch, so ist der/die Geliebte untreu.

Die Haselnuss wächst bevorzugt an Waldrändern, bildet aber auch Hecken im Brachgelände. Sie braucht nährstoffreichen, lehmigen Boden und viel Licht. Genau das waren wahrscheinlich Gründe, warum unsere Vorfahren immer wieder auf die Haselnuss zurück griffen. Man musste nicht in den bösen, dunklen Wald und konnte sich direkt an dem Baum am Waldrand bedienen.

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