Auf den Spuren der Nebelfee

Das ist schon eine wahnwitzige Geschichte, die „Stefan Seitz“ rund um den 200 Jahre alten, und doch recht jungen Primus gesponnen hat.

Spannung:2 Stars (2 / 5)
Bildhaftigkeit:2.5 Stars (2.5 / 5)
Kreativität:5 Stars (5 / 5)
Average:3.2 Stars (3.2 / 5)

Primus, der einsam, aber nicht alleine in einem alten, windschiefen Turm lebt – mitten im Finsterwald, zwischen Klettenheim und den Schwefelzinnen.

Mit Humor ist Entenpelle garantiert

Erschienen im November 2010 (ISBN-13: 978-3000202957) im „Cleon Verlag“, ist dieses Kinderbuch auch dem Genre „Fanatsy“ zuzuordnen – mit einer nicht unerheblichen Spur von Mystik läst es hin und wieder die „Entenpelle“ den Rücken hochkrabbeln und mit viel Humor ist das eine oder andere kichern garantiert.

Primus, der gefräßige Kürbis Snigg und das staatlich geprüfte Hahnengerippe Buckleweeh frönen einen beschaulichen Tagesablauf, der in der Regel pünktlich um 14:00 Uhr am Nachmittag beginnt.

Oft sind die diebischen Streifzüge von Primus in das benachbarte Dorf Klettenheim der einzige Höhepunkt im Leben der drei merkwürdigen Freunde.

Primus, der sich in eine Fledermaus verwandeln kann, sucht schon fast seit 200 Jahren die Bäckersfamilie des Dorfes heim und bedient sich an dessen frischen, dampfenden Auslagen. Besonders haben es ihm die Torten angetan.

Die Dorfbewohner sehen das nicht so gerne und glauben von einem bösen Vampir heimgesucht zu werden. Selbstverständlich versuchen sie sich regelmäßig und natürlich vergeblich gegen diese diebische Fledermaus zu wehren.

So auch diesmal. Um den nächtlichen Dieb abzuwehren, haben die Dorfbewohner eine riesige Vampir und Fledermaus-Klatsche gebaut, mit der sie Primus nicht nur verjagen – sondern auch gänzlich vom Himmel holen wollen.

Kuchen und Kobolde

Das Unkrautland – Das Geheimnis der Nebelfee
Das Unkrautland – Das Geheimnis der Nebelfee

Kuchen und Kobolde sind Primus’ Leidenschaft. Wenn er nicht auf Gebäckjagd ist, spioniert er gerne von seinem Turm – mittels eines Fernrohres – den Kobolden im Finsterwald nach. Sein bis dahin größter Wunsch ist es nämlich, eines Tages einen geheimen Zugang in das unterirdische Reich der Kobolde zu finden.

Eines Nachts scheint er der Erfüllung seines Wunsches sehr nahe zu kommen. Der Abend soll aber anders enden als er gedacht hatte. Primus stößt auf seinem heimlichen Streifzug durch die Nacht auf eine Hexe, die Primus – in Gestalt der Fledermaus – auf einem knatternden, stinkenden Besen verfolgt und einfangen will.

Nur durch List und Tücke und durch den Einsatz der Klettenheimer Vampirklatsche – die der wilden Hexe zum Verhängnis werden sollte – konnte sich Primus seiner lästigen Verfolgerin entledigen.

Kuchen und Kobolde sind aber nicht alles, was Primus den ganzen lieben Tag beschäftigt. Sein ach so müßiger Lebenswandel gipfelt einmal im Monat in wahre Verzückung, wenn sein heißgeliebter Zauberzirkel zugestellt wird. Wahrscheinlich ist Primus der älteste und treueste Abonennt des Wissenschaftlichen Monatsmagzins rund um Alchemie, Hexenkunst und Zauberei.

Primus erhält den Zauberzirkel seitdem er denken kann – und das sind schon einige Jahrzehnte – mindestens. Genau in diesem Magazin findet er etwas, das sein geordnetes Leben durcheinander bringen wird.

Ein Flugblatt für einen Spielzeugladen

Ein Flugblatt für einen Spielzeugladen – mitten in seinem Finsterwald. Nicht weit von seinem schiefen Turm. Primus macht sich auf den Weg – natürlich als Fledermaus, denn der junge Primus ist recht fußfaul aber ebenso flatterhaft. Am Laden der jungen Hexe Plim angekommen, findet Primus recht schnell heraus, dass a) die junge Hexe seine nächtliche Verfolgerin ist, b) daß der Spielzeugladen nur eine Tarnung für ihre fragwürdigen Machenschaften ist und c) wie es sich anfühlt gefangen und benommen in einem Einmachglas zu enden.

Die junge Plim fängt Primus ein und ist fest entschlossen die kleine Fledermaus in den kochenden Zauberkessel zu schmeißen. Plim, die Opfer eines bösen Spiegels wurde, versucht mit der Hilfe einer Fledermaus und einem Bruchstück einer geheimisvollen Mondsichel einen Schönheitszauber.
Primus ist nicht doof, beobachtet gut und erkennt das Mondsichelstück wieder. Er verspricht Plim Ihr sein Stück der Mondsichel zu zeigen.

Wie kann es anders sein, die junge Hexe wird neugierig, fliegt mit Primus in seinen schiefen Turm und ein echtes Abenteuer beginnt mit dem zweiten Bruchstück einer geheimnisvollen Mondsichel.

Sie treffen auf böse Bekannte aus Primus Vergangenheit,

  • … stehlen magische Bücher,
  • … brechen in geheime und gut bewachte Bibliotheken ein,
  • … erforschen magische Hallen und
  • … überlisten argwöhnische und verzauberte Türen.
  • … reden mit Rüben und
  • … verdanken leuchtenden, magischen Nüssen die Flucht aus gefährlichen Situationen.

Das ist aber noch nicht alles!

  • Primus taucht ab in die Unterwelt, der Heimat der Kobolde,
  • Plim wird gefangen genommen und
  • ein alter Freund wird zum großen Retter.
  • Mord und Totschlag, Verrat und Betrug und die Sucht nach Macht und ewigem Leben bestimmen die Handlungsstränge dieses Buches!

Stück für Stück

  • … fügen sich die Bruchstücke zu einem bezaubernden Mosaik zusammen.
  • … werden Primus und Plim zu wirklich guten Freunden und
  • … erfährt Primus mehr und mehr aus seiner vergessenen Vergangenheit.

Und wer jetzt noch wissen will, wer der Knopffetischist Chuck ist, wer erfahren möchte was Flötenmusik und Kerzenschein mit einer alten Rübe zu tun haben – und warum eingemachte Kröten einen zur Weißglut bringen können, der sollte sich den ersten Band der Unkrautland-Trilogie kaufen. Jetzt!

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