Regionalpark Sirente-Velino

Dieses Dorf ist eine alte befestigte Anlage langobardischer Herkunft, deren wehrhaftes Herz in den steilen Abhang des Berges gebaut ist. Die Stadt zeigt in Richtung zum Fluss von Aterno, östlich des „Monte Sirente“ (2.349 m). Die Kommune Acciano ist Mitglied der „Comunità Montana Sirentina„, einer unabhängigen Verwaltungsgemeinschaft. Da die meisten dieser Einwohner die 70ger Marke an Jahren schon überschritten haben, denke ich dass es tgl. weniger werden dürften.

Die Nachbardörfer haben alle in der Regel unter 500 Einwohner. Dörfer wie „Tione degli Abruzzi“ wurden zudem am 09. April 2009 fast vollständig zerstört. Trotzdem – oder gerade deswegen – sind diese Dörfer immer noch einen Besuch wert.

Die Menschen sind immer noch auch den Tourismus angewiesen und freuen sich über Besucher, die sich für die Geschichte und Zukunft der Region interessieren.

Tione degli Abruzzi

Zum Beispiel ist „Tione degli Abruzzi“ ein typisches mittelalterliches Dorf, in dem man vor allem die alten mittelalterlichen Zisternen der Stadt noch heute bewundern kann. Diese Zeugen der Zeit machen deutlich wie die Menschen im Mittelalter vom „Regenspeicher“ abhängig waren.

Interessante Monumente und geheimnisvolle Zeugen der Zeit sind heute noch die mächtigen Stadtmauern Accianos und die alte Pfarrkirche St. Peter S. Lorenzo, die mit ihrem feinen Renaissance-Portal und mit wunderschönen Fresken auf dem Platz des „Palazzo Galli“ zu finden ist.

Ein paar Kilometer vom Stadtkern, auf einem Felssporn, der auf den zugrunde fliessenden Fluss Aterno zeigt, sind die Ruinen des mittelalterlichen befestigten Dorfes „Fortificato di Beffi„.

Mit seinem imposanten steinernen Turm auf einem fünfeckigen Grundriss (XII Jahrhundert) ist dieser Ort sicherlich ein „Pflichtbesuch“ für alle Mittelalterfans unter euch.

Die Türme wurden oft restauriert und instand gesetzt, haben aber ihren rauhen und mittelalterlichen Charme bestimmt nicht verloren.

Vor allem gibt es dort einen kleinen Verein der sich unglaublich professionell um die Erhaltung der Geschichte kümmert. Neben eine (Mini-) Ausstellung gibt es oft Veranstaltungen und Feste, die einem das Leben in diesen Dörfern vor 500 Jahren anschaulich machen.

Ein paar Dutzend Meter von der befestigten Stadt ist die schöne Kirche von S. Michael (XV sek.). Die nahe gelegene Stadt Roccapreturo, eine kleine Fraktion des Dorfes Acciano, wird von „imposanten mittelalterlichen Wehrturm dominiert (XIII-XIV Sek.) dessen einzige Aufgabe es war die Einwohner diesen kleinen Dorfes zu schützen.

Leider wirken all diese Dörfer wie ausgestorben. Bei einer Bevölkerungsdichte von 12 Einw./km² fällt jeder Besucher auf. Es hilft unheimlich, wenn man die Menschen, die einem begegnen freundlich grüsst und den Grund seines Besuches nennt.

Die Menschen in Bergen sind nicht unbedingt misstrauisch, aber erwarten vom Besucher, dass er den ersten Schritt auf sie zu macht.

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